Unsere Pfarrei

Der Dom zum Goldenen Grund
Die Kirchengeschichte Niederbrechens fängt direkt mit der ersten urkundlichen Erwähnung des Orts in einer Schenkungsurkunde an ein Kloster, nämlich das damals bedeutende Kloster Lorsch aus dem Jahr 772 an. Dort ist von "Brachina" die Rede, ohne Unterscheidung zwischen Ober- und Niederbrechen. Auf 1023 datiert die erste Benennung, die sich klar als Niederbrechen identifizieren lässt, damals unter der Bezeichnung "Burg Brechen". Niederbrechen wurde dann Eigentum der Reichsabtei Sankt Maximin in Trier. Und beim Erzbistum Trier als kirchlichem Bistum und beim Kurfürstentum Trier als Landesherrn, sollte es über Jahrhunderte verbleiben. 1363 erhielt Niederbrechen von Kaiser Karl IV. Stadtrechte. Von 1367 bis 1379 entstand eine Stadtmauer samt Wallgraben. Niederbrechen war der östlichste Vorposten des Kurfürsten von Trier und diente auch als Schutz für seinen Hauptverwaltungssitz östlich des Rheins, das Archidiakonat Dietkirchen.
Trotz der bedeutenden frühchristlichen Stätte Bergen in der direkten Nachbarschaft konnte sich zu jener Zeit in dem aufstrebenden Ort schon eine eigenständige Pfarrei etablieren. Die Liste der Pfarrer beginnt 1330.

Somit gibt es eine lange und reiche Kirchengeschichte der Pfarrei St. Maximin. Weitere Stationen sind das Wirken der Jesuiten von Koblenz als Zehntherren, die zahlreichen Franziskaner des Klosters in Limburg, die im 18. Jahrhundert aus Niederbrechen hervorgingen, eine eigene Frühmesserei seit 1746, der Sitz des Landkapitels für alle südlich der Lahn bis hin zum Taunus-Hauptkamm gelegenen Gebiete des Bistums Trier, das 100jährige segensreiche Wirken (1892-1991) der Dernbacher Schwestern in der ambulanten Alten- und Krankenpflege, Altenstation und der Kinderbetreuung (Kindergarten wurde vor über 100 Jahren gegründet), die mutige Standhaftigkeit der christlichen Gemeinde, die in dem letzten freien Wahlergebnis vom 5. März 1933 mit dem niedrigsten Ergebnis für die NSdAP im ganzen Deutschen Reich beeindruckend deutlich wird, der Pfingstritt zur Berger Kirche, die Passionsspiele des MGV Frohsinn von 1935 und vieles andere mehr.

Kommunion im Dom zum Goldenen Grund
Niederbrechen ist eine überwiegend katholisch geprägte Gemeinde.

Niederbrechen war früher ausschließlich von der Landwirtschaft geprägt, was sich auch in vielen kirchlichen Traditionen wieder spiegelte. Es herrschte noch bis vor wenigen Jahrzehnten ein geschlossenes katholisches Milieu. Nach dem Krieg entwickelte sich Niederbrechen aber zu einer Pendlergemeinde im Einzugsgebiet des Rhein-Main-Ballungsraumes und durch die Ankunft von zunächst vielen Heimatvertriebenen und die spätere Ausweisung von Neubaugebieten, sind auch viele Ortsfremde in die Gemeinde gekommen.

Z. Zt. wohnen ca. 3900 Menschen in der Gemeinde, davon sind 2800 katholisch.

Das künftige Pfarrheim, Pfarrer-Herlth-Haus
Die Gemeinde verfügt heute neben den zahlreichen kirchlichen Gruppen und Initiativen auch über eine katholische Bücherei und bis 01.08.2012 über einen katholischen Kindergarten. Für diese Vielfalt an Gruppen unterhält sie auch ein sehr großes Angebot an Räumlichkeiten, die aber aufgrund zurückgehender Kirchensteuermittel und Katholikenzahlen und nicht zuletzt dem Schwinden der kirchlich engagierten und interessierten Nutzer dieser Räume, verringert werden muss. Das neue, im Ortszentrum und Kirchennähe gelegene und in den ehemaligen Räumen des Kindergartens entstandene Pfarrheim, kann auch für private Veranstaltungen gemietet werden.

Mit dem Mutter-Teresa-Haus, einem Seniorenzentrum, und mit einer betreuten Wohngruppe für Obdachlose im ehemaligen Schwesternhaus, unterhält der Bezirks-Caritasverband Limburg auch zwei professionelle Hilfsangebote in der Gemeinde.


Pfarrer Armin Sturm hatte die Gemeindeleitung vom 01.Oktober 2005 bis zum 31.08.2011. Ihm folgte Pater Ernst-Martin Benner, OFM, zunächst als Pfarrverwalter auf unbestimmte Zeit.
Ihm steht im Pastoralen Raum Brechen – Hünfelden, der nun seit fast 10 Jahren besteht und dessen Dienstsitz Niederbrechen ist, das Pastoralteam zur Seite.

Berger Kirche, St. Georg



Auch die Berger Kirche ist für die Niederbrecher häufige Anlaufstelle und Gebetsort – nicht nur zu den Maiandachten an den Mai-Sonntagen und zur Pfingstandacht am Pfingstmontag.






Tradition
haben auch nach wie vor
  • die feierliche Fronleichnamsprozession mit anschl. Pfarrfest,
  • eine Pfarrwallfahrt,
  • das Patronatsfest am Gedenktag des Heiligen Maximin am 29. Mai, bei dem dann auch das Maximinuslied gesungen wird, mit anschließendem Maximinustreff,
  • die Bittprozession in der Woche vor Christi Himmelfahrt,
  • verschiedene Betstunden in der Nacht zum Karfreitag,
  • Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt (Würzwisch),
  • der Bettag und nicht zuletzt
  • die Kirchweih am 2. Sonntag im Oktober. Die Kirmes, die früher immer an Martini gefeiert wurde, ist heutzutage das größte Volksfest im Goldenen Grund und eines der größten über die Kreisgrenzen hinaus.
Maximinuslied - - - Würzwisch


Komm doch einfach mal zu uns, bei einer dieser vielen Gelegenheiten.

Unsere Pfarrei ist eine lebendige Lebensgemeinschaft der unterschiedlichsten Menschen. Auch Du bist herzlich Willkommen!


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